Du planst die nächste Reise und fragst dich, ob dein Galaxy eine eSIM unterstützt? Gute Nachricht: Die Chancen stehen ziemlich gut. Samsung verbaut die digitale SIM seit Jahren in seiner Oberklasse und hat 2026 auch in der Mittelklasse spürbar nachgelegt. Ein genauer Blick lohnt sich trotzdem. Zwischen S-Serie, Foldables, Fan Edition und A-Serie gibt es feine Unterschiede. Manchmal entscheidet sogar das Land, in dem das Gerät verkauft wurde. Hier findest du alle eSIM-fähigen Samsung-Handys auf einen Blick und dazu Tipps für die Einrichtung unterwegs.
Das Wichtigste in Kürze
- Alle Galaxy S Modelle ab der S20-Reihe und alle faltbaren Galaxy Z Modelle unterstützen die eSIM, bei der Fan Edition gilt das erst ab dem S23 FE.
- In der Mittelklasse haben in Europa das Galaxy A54 sowie die Generationen A35 bis A37 und A55 bis A57 eine eSIM. Einsteigermodelle wie A16 oder A26 gehen in der europäischen Version leer aus.
- Ob dein Galaxy eSIM-fähig ist, siehst du in Sekunden im SIM-Manager unter Einstellungen und Verbindungen. Erscheint dort der Punkt „eSIM hinzufügen“, bist du startklar.
Welche Samsung-Handys haben eine eSIM? Die Kurzantwort
Kurz gesagt: fast jedes Galaxy der Oberklasse aus den letzten sechs Jahren. Den Startschuss in der S-Serie gab die Galaxy S20-Reihe im Frühjahr 2020. Seitdem gehört die eSIM bei S-Serie, Galaxy Z und Note zur Grundausstattung. In der A-Serie zieht Samsung erst seit dem A54 nach, inzwischen aber mit jeder neuen Generation der beliebten 3er- und 5er-Modelle.
Für Reisende ist das eine echte Erleichterung. Statt am Flughafen eine Plastikkarte zu kaufen und mit der SIM-Nadel zu hantieren, lädst du einfach ein Datenprofil herunter. Geht es in die USA, nach Thailand oder in die Türkei, ist zum Beispiel eine eSIM fürs Samsung-Handy von Holafly eine Option. Du installierst das Profil schon zu Hause und gehst nach der Landung direkt online. Deine gewohnte Nummer bleibt dabei auf der normalen SIM aktiv.
Innerhalb der EU brauchst du so etwas meist gar nicht. Dort surfst du dank der EU-Roaming-Verordnung noch bis Mitte 2032 weitgehend zu den Konditionen deines Heimattarifs.
Was steckt hinter der eSIM im Galaxy?
Die eSIM (embedded SIM) ist ein fest verlöteter Chip auf der Platine deines Smartphones. Fachleute sprechen auch von der eUICC (embedded Universal Integrated Circuit Card). Anders als bei der klassischen Nano-SIM tauschst du hier nichts aus. Stattdessen lädt dein Handy ein sogenanntes eSIM-Profil herunter, meist über einen QR-Code oder direkt per App des Anbieters.
Richtig praktisch wird es durch Dual-SIM. Die eSIM-fähigen Galaxy-Geräte kombinieren einen Nano-SIM-Slot mit dem eSIM-Chip. Du speicherst mehrere Profile und nutzt zwei SIMs gleichzeitig. Ein typisches Reise-Setup sieht so aus:
- Die physische SIM bleibt für Anrufe und SMS unter deiner gewohnten Nummer eingeschaltet.
- Die Reise-eSIM übernimmt im Ausland die mobilen Daten.
- Messenger wie WhatsApp laufen weiter unter deiner bisherigen Nummer.
Welche Modelle der Galaxy S-Serie unterstützen die eSIM?
Bei der S-Serie ist die Sache erfreulich klar. Laut der offiziellen eSIM-Übersicht von Samsung mit Stand September 2026 haben alle Standard-, Plus- und Ultra-Modelle seit 2020 eine eSIM an Bord:
- Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra
- Galaxy S25, S25+, S25 Ultra und S25 Edge
- Galaxy S24, S24+ und S24 Ultra
- Galaxy S23, S23+ und S23 Ultra
- Galaxy S22, S22+ und S22 Ultra
- Galaxy S21, S21+ und S21 Ultra
- Galaxy S20, S20+ und S20 Ultra
Du nutzt noch ein Galaxy S10 oder ein älteres Modell? Dann bleibt dir nur die klassische SIM-Karte.
Galaxy Z: Haben alle Foldables eine eSIM?
Ja, ausnahmslos. Samsung hat die eSIM bei seinen faltbaren Smartphones von Anfang an mitgedacht. Selbst das erste Galaxy Fold aus dem Jahr 2019 steht auf der Liste.
- Galaxy Z Fold8 Ultra, Z Fold8 und Z Flip8 (vorgestellt im Juli 2026)
- Galaxy Z TriFold
- Galaxy Z Fold7, Z Flip7 und Z Flip7 FE
- Galaxy Z Fold6 und Z Flip6
- Galaxy Z Fold5 und Z Flip5
- Galaxy Z Fold4 und Z Flip4
- Galaxy Z Fold3 und Z Flip3
- Galaxy Z Fold2, Z Flip, Z Flip 5G und das erste Galaxy Fold
Wer ein Flip als handliches Reisehandy nutzt, ist also immer auf der sicheren Seite.
Fan Edition und Note: Wo versteckt sich der Haken?
Hier lohnt ein zweiter Blick. Die günstigeren Fan-Edition-Modelle (FE) hatten lange keine eSIM. Das Galaxy S20 FE und das S21 FE gehen deshalb leer aus. Erst mit dem S23 FE hat Samsung umgedacht. Seitdem gilt:
- Galaxy S26 FE, S25 FE, S24 FE und S23 FE: eSIM-fähig
- Galaxy S21 FE und S20 FE: keine eSIM
Die Note-Reihe ist schnell erklärt. Nur die letzte Generation mit Note20 und Note20 Ultra unterstützt die eSIM. Ältere Note-Modelle tauchen auf Samsungs Liste nicht auf.
Welche Mittelklasse-Handys der Galaxy A-Serie sind eSIM-fähig?
In der A-Serie tut sich gerade am meisten. Lange war die eSIM ein Privileg der teuren Modelle. Mit dem A54 öffnete Samsung die Tür, und seit dem Frühjahr 2026 bringen auch das Galaxy A37 und das A57 die digitale SIM mit. Einen Haken gibt es: Bei einigen A-Modellen hängt die eSIM vom Verkaufsland ab.
| Modell | eSIM in Europa | Hinweis |
|---|---|---|
| Galaxy A57 5G | ja | Marktstart Frühjahr 2026 |
| Galaxy A37 5G | ja | Marktstart Frühjahr 2026 |
| Galaxy A56 5G | ja | weltweit eSIM-fähig |
| Galaxy A36 5G | ja | nur Versionen für Europa, Nordamerika und Korea |
| Galaxy A55 5G | ja | weltweit eSIM-fähig |
| Galaxy A35 5G | ja | nur Versionen für Europa, Nordamerika und Korea |
| Galaxy A54 5G | ja | Versionen für Europa, Nordamerika, Korea und Japan |
| Galaxy A27, A26, A17 5G, A16 5G | nein | eSIM nur in nordamerikanischen Versionen |
| Galaxy A25 5G, A23 5G | nein | eSIM nur in japanischen Versionen |
Kaufst du ein Einsteigermodell wie das A16 oder A26 in Deutschland, rechnest du also besser nicht mit einer eSIM. Beim Gebrauchtkauf hilft dir die Modellnummer weiter. Europäische Varianten enden bei Samsung meist auf ein B, etwa SM-A576B beim Galaxy A57.
Gibt es eSIM auch bei Outdoor-Handys und Tablets?
Ja, mit ein paar Einschränkungen. Das robuste Galaxy XCover7 und das XCover7 Pro unterstützen die eSIM, das XCover6 Pro nur in Nordamerika. Bei Tablets kommt es auf die Ausstattung an. Nur Varianten mit Mobilfunkmodul haben eine eSIM, reine WLAN-Tablets nicht. eSIM-fähig sind unter anderem:
- Galaxy Tab S11 und S11 Ultra
- Galaxy Tab S10+ und S10 Ultra
- Galaxy Tab S9, S9+ und S9 Ultra
- Galaxy Tab S10 FE, S10 FE+, S9 FE und S9 FE+
- Galaxy Tab Active5 und Active5 Pro
Wie prüfst du, ob dein Samsung eSIM-fähig ist?
Die Liste gibt dir Orientierung. Am Ende zählt aber, was dein konkretes Gerät mitbringt. So findest du es heraus: Öffne die Einstellungen deines Galaxy.Tippe auf „Verbindungen“ und dann auf „SIM-Manager“.Suche nach dem Eintrag „eSIM hinzufügen“.
Siehst du diesen Punkt, ist dein Handy eSIM-fähig. Ein zweiter Schnelltest führt über die Telefon-App. Tippe dort *#06# ein. Zeigt dir das Display neben der IMEI auch eine EID (eUICC-Identifikationsnummer), steckt ein eSIM-Chip im Gerät.
Dein Galaxy steht auf der Liste, aber es klappt nicht?
Ärgerlich, aber meist schnell gelöst. In der Regel steckt eine von drei Ursachen dahinter:
- Regionale Variante: Geräte aus China, Hongkong oder Taiwan haben häufig keine eSIM, auch wenn dasselbe Modell in Europa eine besitzt.
- SIM-Lock: In Deutschland ist er selten geworden. Bei Importgeräten oder speziellen Vertragsbundles kommt er aber vor und blockiert fremde Anbieter.
- Veraltete Software: Ein ausstehendes Update von One UI, der Samsung-Oberfläche, bremst manchmal neue eSIM-Funktionen aus.
Ein Tipp aus der Praxis: Richte die eSIM nicht erst am Gepäckband ein. Mit stabilem WLAN zu Hause klappt der Download deutlich entspannter.
So richtest du eine Reise-eSIM auf deinem Galaxy ein
Die Einrichtung ist kein Hexenwerk. Nach dem Kauf erhältst du vom Anbieter einen QR-Code per E-Mail oder in der App. Danach geht es so weiter: Verbinde dein Handy mit einem WLAN.Öffne Einstellungen, Verbindungen und SIM-Manager.Tippe auf „eSIM hinzufügen“ und anschließend auf „QR-Code scannen“.Scanne den Code und gib dem neuen Profil einen Namen wie „Reise“.Wähle nach der Landung die Reise-eSIM für mobile Daten und schalte das Datenroaming für dieses Profil ein.
Ein kleiner Kniff spart bares Geld. Schalte das Datenroaming deiner Heimat-SIM aus, bevor du das Flugzeug verlässt. So erreichen dich Anrufe und SMS weiterhin, während alle Daten über die eSIM laufen. Ein Blick in deinen Tarif lohnt trotzdem, denn auch eingehende Anrufe kosten außerhalb der EU oft Geld.
Lohnt sich die eSIM für deine nächste Reise?
Steht dein Galaxy auf der Liste, spricht wenig dagegen. Du sparst dir die Suche nach einem Handyshop am Urlaubsort, behältst deine Nummer und kennst die Kosten für dein Datenpaket schon vorher. Besonders bei Fernreisen außerhalb der EU macht sich das bemerkbar.
Wirf am besten noch heute einen Blick in deinen SIM-Manager. Dann bist du beim nächsten Abflug online, bevor du an der Passkontrolle stehst.
Häufige Fragen zu eSIM-fähigen Samsung-Handys
Ab welchem Samsung-Handy gibt es eine eSIM?
In der S-Serie ab dem Galaxy S20 aus dem Jahr 2020. Bei den Foldables war bereits das erste Galaxy Fold eSIM-fähig. In der A-Serie beginnt die eSIM in Europa mit dem Galaxy A54.
Hat das Galaxy S26 FE eine eSIM?
Ja. Samsung führt das S26 FE ebenso wie das S25 FE, S24 FE und S23 FE als eSIM-fähig. Nur das S20 FE und das S21 FE haben keine eSIM.
Kann ich eSIM und physische SIM gleichzeitig nutzen?
Ja, die eSIM-fähigen Galaxy-Modelle arbeiten im Dual-SIM-Betrieb. Zwei SIMs sind gleichzeitig aktiv, zum Beispiel deine Heimat-SIM für Anrufe und eine Reise-eSIM für mobile Daten.
Kann ich meine eSIM auf ein neues Galaxy übertragen?
Bei deinem normalen Mobilfunkvertrag oft schon. Mit der Funktion eSIM Instant Transfer ziehst du dein Profil im SIM-Manager vom alten auf das neue Gerät um. In Deutschland unterstützen laut Samsung Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 diese Funktion. Reise-eSIMs lassen sich dagegen häufig nur einmal installieren.
Funktioniert eine Reise-eSIM auch in Deutschland?
Reise-eSIMs sind für Aufenthalte im Ausland gedacht. Viele Anbieter schließen die Nutzung im Heimatland aus, manche sogar in der gesamten EU. Innerhalb der EU nutzt du ohnehin deinen normalen Tarif ohne Roamingaufschlag.
