Ein Brief liegt auf dem Tisch, du willst antworten, doch wie viel Porto klebst du eigentlich drauf? Diese Frage stellt sich praktisch jeder regelmäßig. Die Antwort hängt davon ab, wie schwer dein Brief ist und welche Maße er hat. Hier bekommst du alle aktuellen Briefporto-Preise für 2026 im Überblick, klare Angaben zu Format und Gewicht und zusätzlich ein paar Tipps, mit denen du beim Versand bares Geld sparst.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Standardbrief im Inland kostet 0,95 € (bis 20 g)
- Der Kompaktbrief liegt bei 1,10 € (bis 50 g)
- Für den Großbrief zahlst du 1,80 € (bis 500 g)
- Ein Maxibrief kostet 2,90 € (bis 1.000 g)
- Eine Postkarte ist mit 0,95 € genauso teuer wie der Standardbrief
- Ein Standardbrief ins Ausland kostet weltweit einheitlich 1,25 €
- Die aktuellen Preise gelten bis Ende 2026 und sind von der Bundesnetzagentur genehmigt
Briefporto 2026 im Überblick
Die Deutsche Post unterscheidet im Inland zwischen vier Briefformaten. Welches du brauchst, hängt von Gewicht, Maßen und Dicke deiner Sendung ab. Wer den Brief vor dem Einwurf einmal kurz wiegt und vermisst, spart sich teure Nachgebühren beim Empfänger.
| Format | Maße (max.) | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|
| Postkarte | 14,8 × 10,5 cm (DIN A6) | bis 20 g | 0,95 € |
| Standardbrief | 23,5 × 12,5 × 0,5 cm | bis 20 g | 0,95 € |
| Kompaktbrief | 23,5 × 12,5 × 1,0 cm | bis 50 g | 1,10 € |
| Großbrief | 35,3 × 25,0 × 2,0 cm | bis 500 g | 1,80 € |
| Maxibrief | 35,3 × 25,0 × 5,0 cm | bis 1.000 g | 2,90 € |
Standardbrief – das klassische Format für 0,95 €
Der Standardbrief ist das, was die meisten Leute einfach „Brief“ nennen. Du verschickst damit eine Glückwunschkarte, eine Kündigung, einen Behördenbrief oder einen kurzen privaten Gruß. Wichtig sind die Grenzen, denn nur dann zählt deine Sendung wirklich als Standardbrief.
Maximal darf dein Brief 23,5 cm lang, 12,5 cm hoch und 0,5 cm dick sein. Das entspricht etwa einem klassischen DIN-lang-Umschlag mit einem oder zwei normal gefalteten DIN-A4-Blättern. Das Gewicht liegt bei höchstens 20 Gramm. Ein gefalteter Brief mit Briefbogen und Umschlag wiegt erfahrungsgemäß rund 5 bis 10 Gramm. Du hast also etwas Spielraum.
Sobald du eine dritte Seite einlegst oder den Umschlag spürbar vollstopfst, gerätst du in den Kompaktbrief-Bereich. Im Zweifel wiegst du den Brief lieber auf einer Küchenwaage. Eine genaue Briefwaage ist schon ab etwa 10 Euro zu haben und rechnet sich nach ein paar Sendungen.
Kompaktbrief für etwas dickere Sendungen
Der Kompaktbrief schließt die Lücke zwischen Standard- und Großbrief. Mit 1,10 € kostet er nur 15 Cent mehr als ein Standardbrief, hält aber deutlich mehr aus. Die Maße bleiben gleich (23,5 × 12,5 cm), die maximale Dicke wächst auf 1,0 cm, und das Höchstgewicht liegt bei 50 Gramm.
Praktisch ist das etwa bei einem Anschreiben mit mehreren Seiten, bei einer Bewerbungsmappe ohne Klemmbinder oder bei einem dickeren Glückwunschbrief mit Foto. Wer beruflich öfter Verträge oder mehrseitige Schreiben verschickt, fährt mit dem Kompaktbrief günstiger als mit dem Großbrief.
Großbrief – das A4-Format für 1,80 €
Beim Großbrief sind erstmals deutlich mehr Maße erlaubt. Mit 35,3 × 25,0 cm passt ein klassischer DIN-A4-Umschlag bequem hinein, ohne dass du dein Anschreiben falten musst. Die Dicke darf bis 2,0 cm betragen, das Gewicht bis 500 Gramm.
Du nutzt diesen Tarif für ungefaltete Bewerbungsmappen, Zeugniskopien, kleinere Broschüren oder dünnere Magazine. Auch ein Versand von Quartiermitteln, Verträgen oder Heimwerker-Anleitungen läuft meist in dieser Klasse.

Maxibrief – die größte reguläre Briefklasse
Mit 2,90 € ist der Maxibrief der teuerste Standardtarif. Dafür darfst du bis zu 1.000 Gramm einpacken, also rund 200 bedruckte DIN-A4-Seiten. Die Maße liegen bei maximal 35,3 × 25,0 × 5,0 cm.
Typische Anwendungen sind dickere Aktenordner-Inhalte, kleinere Bücher, mehrteilige Vertragsunterlagen oder umfangreichere Bewerbungen. Wiegt deine Sendung mehr als 1.000 Gramm oder ist sie dicker als 5 cm, brauchst du ein Paket. Ein DHL-Päckchen S beginnt aktuell bei rund 4 Euro und ist dann oft die bessere Wahl.
Postkarte – 0,95 € reichen für den klassischen Urlaubsgruß
Eine Postkarte kostet im Inland genauso viel wie ein Standardbrief, nämlich 0,95 €. Sie darf bis zu 20 Gramm wiegen und in den klassischen Maßen 14,8 × 10,5 cm bis maximal 23,5 × 12,5 cm liegen. Die Karte muss aus festem Papier oder Karton bestehen und unverpackt versendet werden.
Im internationalen Versand zahlst du für eine Postkarte ebenfalls den weltweiten Briefporto-Einheitspreis von 1,25 €. Sie ist damit gleich teuer wie der internationale Standardbrief.
Brief ins Ausland – einheitliche 1,25 € weltweit
Ein angenehmes Detail im internationalen Versand ist der einheitliche Preis. Egal ob du einen Brief nach Frankreich, in die USA, nach Australien oder Japan schickst – ein Standardbrief ins Ausland kostet 1,25 €. Vorausgesetzt, dein Brief wiegt nicht mehr als 20 Gramm und hält die Standardmaße ein.
Schwerere oder größere Sendungen ins Ausland werden nach internationalen Tarifen abgerechnet, die deutlich teurer ausfallen können. Für regelmäßigen internationalen Versand lohnt sich ein Blick auf die Preisliste der Deutschen Post oder ein Vergleich mit privaten Anbietern wie DHL.
Einschreiben und andere Zusatzleistungen
Ein normales Briefporto deckt nur den normalen Versand ab. Sobald du Nachweise, Sicherheit oder zusätzliche Services brauchst, kommen Zusatzgebühren oben drauf. Die wichtigsten Zusatzleistungen sehen 2026 so aus:
- Einschreiben mit Unterschrift: +2,65 €. Der Empfänger quittiert den Empfang persönlich.
- Einschreiben Einwurf: +2,35 €. Wird in den Briefkasten geworfen, der Bote dokumentiert die Zustellung.
- Einschreiben mit Rückschein: +4,85 €. Du erhältst nachträglich einen unterschriebenen Beleg per Post zurück.
Diese Zusatzpreise kommen zum normalen Briefporto dazu. Ein Standardbrief mit Einschreiben Unterschrift kostet also 0,95 € + 2,65 € = 3,60 €. Ein Großbrief mit Einschreiben Einwurf kostet 1,80 € + 2,35 € = 4,15 €.
Achtung: Diese Dienste wurden abgeschafft
Seit dem 31. Dezember 2024 bietet die Deutsche Post drei frühere Zusatzdienste nicht mehr an:
- Prio (beschleunigte Zustellung mit Sendungsverfolgung)
- Einschreiben Eigenhändig (Zustellung nur an den Empfänger persönlich)
- Nachnahme (Zahlung beim Empfänger)
Wer eine schnelle Zustellung braucht, weicht heute auf das normale Einschreiben aus, das in der Regel am nächsten Werktag ankommt. Für Sendungen, die definitiv beim Empfänger persönlich landen sollen, bleibt nur das klassische Einschreiben mit Unterschrift.
Alte Briefmarken aufbrauchen – worauf du achten musst
Wer zu Hause noch eine Schublade voller alter Briefmarken hat, kann diese grundsätzlich weiter verwenden. Allerdings gibt es zwei Dinge zu beachten.
Briefmarken mit aufgedrucktem Eurowert behalten ihre Gültigkeit dauerhaft. Hast du noch eine 0,85-Cent-Marke aus 2022, klebst du einfach eine 0,10-Cent-Ergänzungsmarke dazu, und der Brief erreicht für 0,95 € sein Ziel.
Schwieriger wird es bei Plusbrief-Sondermarken ohne aufgedruckten Wert – etwa Weihnachtsmarken oder Wohlfahrtsmarken. Diese behalten zwar ihre Gültigkeit, aber wenn der frühere Tarif unter dem aktuellen liegt, brauchst du auch hier Ergänzungsmarken.
Falls du sehr viele alte Marken hast, kannst du sie bei der Filiale auch in aktuelle Marken oder Online-Briefporto umtauschen. Die Konditionen variieren, ein kurzer Anruf bei der Filiale spart Wege.
Wie lange gelten die aktuellen Preise?
Die aktuellen Portokosten gelten seit dem 1. Januar 2025 und sind von der Bundesnetzagentur bis zum 31. Dezember 2026 genehmigt. Vorher gab es eine Phase mit häufigeren Anpassungen, jetzt sorgt die Regulierung für eine zweijährige Preisstabilität.
Ob 2027 eine erneute Anhebung kommt, hängt vom Antrag der Deutschen Post und der Bewertung der Bundesnetzagentur ab. Erfahrungsgemäß steigen die Briefpreise alle ein bis zwei Jahre, weil das Briefvolumen kontinuierlich abnimmt und die Kosten je Sendung steigen.
So sparst du beim Briefversand
Wer öfter Briefe verschickt, kann mit ein paar einfachen Kniffen ordentlich Porto sparen. Die wichtigsten Tipps:
- Vorher wiegen. Eine Briefwaage für 10 bis 15 Euro verhindert, dass du aus Unsicherheit eine teurere Klasse wählst, obwohl ein Standardbrief gereicht hätte.
- Online-Briefporto nutzen. Über die App „Post & DHL“ kaufst du eine mobile Briefmarke als Code, den du handschriftlich auf den Umschlag schreibst. Spart den Weg zur Filiale und gilt sieben Tage.
- E-Post für Behörden. Über den E-POST-Service lassen sich Dokumente digital einreichen und werden bei Bedarf gedruckt zugestellt. Spart Porto und Druckkosten.
- Sammelversand. Wer mehrere Briefe gleichzeitig versendet, sollte beim gleichen Empfänger oder bei Geschäftskorrespondenz prüfen, ob ein einziger Großbrief günstiger ist als drei einzelne Standardbriefe.
- Format nicht überschätzen. Eine gefaltete A4-Seite passt in den Standardbrief. Wer ungefaltet versendet, zahlt direkt 1,80 € statt 0,95 €.
Ein weiterer Spartipp betrifft Briefe ins Ausland. Anstatt jeden Brief einzeln zu frankieren, lassen sich Sendungen oft in größeren Umschlägen bündeln und als ein einziger Großbrief versenden – sofern der Empfänger sie dort selbst verteilt.
Fazit
Die Portokosten 2026 sind klar gestaffelt und für die kommenden Monate stabil. Ein Standardbrief kostet 0,95 €, ein Kompaktbrief 1,10 €, ein Großbrief 1,80 € und ein Maxibrief 2,90 €. Eine Postkarte ist gleich teuer wie der Standardbrief, ein Brief ins Ausland kostet weltweit einheitlich 1,25 €.
Für sichere Zustellung bleiben Einschreiben die wichtigste Option, allerdings ohne die früheren Zusatzdienste Prio, Einschreiben Eigenhändig und Nachnahme. Wer regelmäßig Briefe versendet, profitiert von einer kleinen Briefwaage, dem mobilen Briefporto per App und einer realistischen Einschätzung der eigenen Briefgröße. Diese drei Hebel reichen meist aus, um über das Jahr deutlich beim Porto zu sparen.
FAQ
Was kostet ein Brief in Deutschland 2026?
Ein Standardbrief bis 20 Gramm kostet im Inland 0,95 €. Für einen Kompaktbrief bis 50 Gramm zahlst du 1,10 €, für einen Großbrief bis 500 Gramm 1,80 € und für einen Maxibrief bis 1.000 Gramm 2,90 €.
Wie viel kostet eine Postkarte 2026?
Eine Postkarte kostet im Inland 0,95 € und damit so viel wie ein Standardbrief. Ins Ausland zahlst du einheitlich 1,25 €.
Kann ich alte Briefmarken noch verwenden?
Ja, Briefmarken mit aufgedrucktem Eurowert behalten ihre Gültigkeit dauerhaft. Wenn ihr Wert unter dem aktuellen Tarif liegt, klebst du einfach passende Ergänzungsmarken dazu. Plusbrief-Sondermarken ohne aufgedruckten Wert gelten ebenfalls weiter, brauchen aber meist eine Ergänzung.
Was kostet ein Einschreiben 2026?
Zu deinem normalen Briefporto kommen folgende Zuschläge: Einschreiben mit Unterschrift +2,65 €, Einschreiben Einwurf +2,35 € und Einschreiben mit Rückschein +4,85 €. Ein Standardbrief mit Einschreiben Unterschrift kostet also insgesamt 3,60 €.
Wie viel Porto braucht ein Brief ins Ausland?
Ein Standardbrief bis 20 Gramm ins Ausland kostet weltweit einheitlich 1,25 €. Egal ob das Ziel Frankreich, USA, Japan oder Australien ist – der Preis bleibt gleich. Schwerere oder größere Sendungen werden nach internationalen Tarifen separat berechnet.
Wie lange gelten die aktuellen Briefporto-Preise?
Die aktuellen Preise gelten seit dem 1. Januar 2025 und sind von der Bundesnetzagentur bis zum 31. Dezember 2026 genehmigt. Eine erneute Preisanpassung ist damit frühestens 2027 wahrscheinlich.
